Tiergarten Series 2003-2005

Format: 17 murals, oil on canvas,
various sizes.

Exhibitions:
Galerie Manes, Prague, 2004.
Haus am Waldsee, Berlin, 2005.
Ausstellunghalle Schulstr.1A, Frankfurt Main, 2005.
Preview Artfair Berlin, 2006.
Palais am Festungsgraben, Berlin, 2007.
Patzenhofer Brauerei, Berlin, 2007.
Art Praha, 2009.

“Tiergarten“ ist eine Serie von siebzehn Leinwänden, die zusammengenäht sind aus mehreren kleineren Formaten. Die Keilrahmen wurden entfernt, sodass die Bilder große Wandbehänge sind. Die unregelmäßigen Nähte zwischen den Einzelteilen verbinden sich mit den Falten aus der Lagerung zu einem “mondrianartigen“ Raster, das sich wie ein Wegenetz über die organisch-expressive Ölmalerei legt.

Aus der Einführung von Ulrika Poock in der Ausstellungshalle Schulstr.1A, Frankfurt/Main, am 19.5.2005

...Der Name des Tiergartens in Berlin erinnert daran, dass dieser ursprünglich ein Wald war, in dem sich Hirsche und Rehe, Wildschweine und Federwild tummelten. Traditionell wurden solche vor den Toren der Stadt gelegenen Gelände vom Landesherrn zur Jagd genutzt. Unter Friedrich II ... wurde der Tiergarten als Promenade für die Bevölkerung eingerichtet. Der Gartenbaumeister Lenné zähmte die Reste der „wilden“ Natur, machte den Tiergarten „malerisch“. ... Heute ist der Tiergarten die grüne Lunge Berlins...

In den Bildern der Serie „Tiergarten“ von Kai Teichert wird dieser spezifische Ort erweitert und fungiert als ein symbolischer Ort, an dem sich Essentielles entwickeln kann. ... Wir müssen uns selbst den Weg durch das Zeit- und Ideenlabyrinth bahnen.

Der Halt, den Kai Teichert uns anbietet, ist die manchmal noch ordnende Kraft der Natur: der Himmel mit seinem Horizont, Bäume, Wasser, die Erde, das Feuer. Die vier Elemente sind häufig wiederkehrende Bausteine seiner Szenarien. ... Freude und Melancholie, Tod und Eros, Verfall und Aufbruch, zeitloser Stillstand und monumentale Dynamik sind seine Themen. ... Eine den Bildern immanente Handlung –den einen erzählerischen Faden- gibt es nicht. ... Hier treffen ganz selbstverständlich apokalyptisch anmutende Szenen auf bukolische Schäferspiele..., für uns eingefangen in einem Moment der Zeitlosigkeit. ...oppulenten Bildwelten... Nicht mehr und nicht weniger.