Café Achteck 2011

Formate: mixed media, ca. 260x300x400cm

Exhibition: Tape modern No.22 Peep Show, Tape Club Berlin, 2011
Property of the artist

“Café Achteck“ werden im Volksmund die historischen Bedürfnisanstalten genannt, die noch heute auf einigen Plätzen in Berlin zu finden sind. Diese gusseisernen, achteckigen Toilettenhäuschen werden gerne als Treffpunkt für sexuelle Begegnungen, als „Klappe“, genutzt. Nachempfunden als klappriger Bretterverschlag, erweist sich die Installation von Kai Teichert bei genauerem Hinsehen als Trompe-l’œil–Malerei auf einer federleichten Konstruktion aus Dachlatten und Pappmaché. Wie jede öffentliche Toilette hat auch dieses “Café Achteck“ zwei Eingänge, die hier aber über spiralig gewundene Gänge miteinander verbunden sind. Im Zentrum der Installation, wo sich die beiden dunklen Gänge treffen, leuchtet eine Schwarzlichtröhre. Im ihrem schummrigen Schein glimmen quallenartige Tiefseewesen der besonderen Art. Scheinbar schwerelos tummeln sie sich an den schwarzen Wänden, die mit Gloryholes und Schlitzen versehen sind.